Impfen wir zuviel?


von Monika Peichl
Veröffentlicht mit freundlicher Erlaubnis der Autorin

 

„Wir impfen unsere Haustiere noch zu Tode.“
(Tierärztin K. N., die mit dieser Äußerung lieber nicht namentlich zitiert werden möchte)


Immer mehr Hundehalter fragen sich, ob ihre Tiere wirklich jedes Jahr fünf- bis siebenfach geimpft werden müssen. Ihre Zweifel sind berechtigt. Vor allem in den USA wird das herrschende Impfschema für Hunde (und Katzen) schon seit Jahren von Hochschulveterinären angegriffen und durch Studien über die Dauer des Immunschutzes nach Impfungen sowie durch allgemeine immunologische Überlegungen erschüttert. Dabei haben auch die wachsenden Erkenntnisse über Impfschäden wichtige Anstöße gegeben.


Die Kritiker wenden sich zum einen gegen die übermäßig häufigen Nachimpfungen, zum anderen gegen das oft praktizierte Prinzip, allen Hunden alle Impfungen zu verpassen, ob sie sie wirklich brauchen oder nicht. Zudem sind einige Vakzinen wegen mangelhafter Wirksamkeit und überdurchschnittlich hohen Nebenwirkungsquoten unter Beschuss geraten.


Die folgende Zusammenstellung stützt sich auf Auskünfte von Kleintiervirologen, Tierärzten und Tierhaltern sowie auf wissenschaftliche Veröffentlichungen.


Tollwut


Tollwutvakzinen für Haustiere sind immer Impfstoffe mit abgetöteten Erregern. Die Dauer des Immunschutzes nach Impfung beträgt mindestens drei Jahre. Bei grenzüberschreitenden Reisen von Hunden wird jedoch in vielen Ländern der Nachweis einer Tollwutimpfung verlangt, die höchstens 12 Monate zurückliegen darf (für Schweden und England werden sogar Titermessungen als Nachweis des Impfschutzes verlangt). Daher kann es erforderlich sein, dass jährlich geimpft wird.


Staupe, Parvovirose, kontagiöse Hepatitis


Die Dauer des Immunschutzes nach Impfung gegen Staupe, Parvo und Hepatitis beträgt nach US-Studien sieben Jahre und mehr, wenn ein Lebendimpfstoff verwendet wurde (was heutzutage die Regel ist).


Tierärzte werden nervös, wenn man den Sinn jährlicher Impfungen gegen Staupe, Parvo und Hepatitis in Zweifel zieht. Sie verweisen darauf, dass es in den 80er und 90er Jahren immer wieder Ausbrüche von Parvo oder Staupe gegeben habe. Allerdings wird dabei stets die entscheidende Frage vernachlässigt, unter welchen Haltungsbedingungen die betroffenen Hunde lebten, wie ihr Immunstatus war, welchem Infektionsdruck sie ausgesetzt waren und ob es sich vielleicht um neuartige Virusstämme gehandelt hat. Von den Ausbrüchen betroffen waren außerdem keineswegs nur ungeimpfte, sondern sehr wohl auch durchgeimpfte Hunde. Parvo und Staupe bedrohen vor allem die Welpen und solche adulten Tiere, deren Immunsystem geschwächt ist, zum Beispiel durch schlechte Ernährung, bestehende Krankheiten oder Stress. Die Erreger können zumal in (schlechten) Zuchten ein anhaltendes Problem sein. Interessanterweise bekommt man dort die Infektionen auch durch ständiges Impfen gar nicht in den Griff.


Epidemien wegen schlechter Impfmoral?


Tierärzte und Pharmaunternehmen ziehen als Beweis dafür, dass man jährlich nachimpfen muss, gern die lokalen Staupe-Epidemien seit Ende der 80er Jahre heran. Sie seien durch nachlassende Impfmoral der Hundehalter verschuldet worden, wird behauptet. Die Wahrheit sieht jedoch anders aus: Die Ausbrüche wurden durch Feldvirusstämme verursacht, gegen die die vorhandenen Impfstoffe überhaupt nicht schützten. Daher erkrankten auch viele durchgeimpfte Hunde. Wissenschaftler in aller Welt haben das Versagen der Impfstoffe gegen die Wildvirusstämme in verschiedenen Studien nachgewiesen.


Bei der finnischen Staupe-Epidemie 1994/95, die von Befürwortern jährlicher Impfungen gern ins Feld geführt wird, erkrankten nachweislich sehr viele geimpfte Hunde. Genauere Untersuchungen zeigten, dass sie den am meisten verkauften Staupeimpfstoff erhalten hatten (Marktanteil in Finnland 1994: knapp 74 Prozent), dass der aber sehr viel schlechter schützte als andere Produkte.


Es ist klar, dass auch jährliche oder gar noch häufigere Impfungen nicht schützen, wenn der Impfstoff kaum Schutz erzeugt und/oder nicht auf die grassierenden Erreger abgestimmt ist.


Sind Auffrischimpfungen überhaupt sinnvoll?


Kommt ein gesunder Hund mit Erregern in Kontakt, gegen die er früher einmal geimpft wurde, so erhält er dadurch einen „Booster“, quasi eine natürliche Impfauffrischung: Sein Immunsystem wird angeregt, neue Abwehrzellen gegen das Virus zu bilden. Wozu also dann dauernd nachimpfen? Dieses Prinzip des natürlichen Boosters gilt für viele Infektionskrankheiten.


Die jährlichen Auffrischimpfungen (gegen Staupe und andere virale Erreger) sollen der Theorie nach die Menge der erregerspezifischen Antikörper wieder erhöhen. Ob sie das wirklich tun, ist sehr die Frage. In Studien, die Ron Schultz an Hunden gemacht hat, zeigte sich, dass die Antikörpertiter nach der Wiederholungsimpfung gar nicht signifikant stiegen: Das Immunsystem stürzte sich auf die Impf-Antigene, wie es sich auch auf einen richtigen Erreger stürzen würde. Schon deshalb sind die ständigen Auffrischimpfungen fragwürdig.  Durch eine gute Grundimmunisierung, die  am gesunden Tier im nicht zu frühen Welpenalter vorgenommen wurde, sind die meisten Hunde geschützt.


Antikörper sind nicht alles


Außerdem: Es ist richtig, dass die Antikörpertiter (Anzahl der speziellen Abwehrzellen im Blut) nach Impfungen mit der Zeit abfallen. Das bedeutet aber nicht unbedingt, dass der Schutz nicht mehr vorhanden ist. Denn im Immunsystem spielt die zelluläre Immunität eine wichtige Rolle, und diese Immunität ist nicht serologisch (durch Titer) messbar, sondern durch Testinfektionen (Challenge-Tests) oder durch äußerst aufwendige Tests mit bestimmten Immunzellen. Schultz stützt sich in seinen Angaben zur tatsächlichen Dauer des Immunschutzes nach Impfung sowohl auf Antikörper-Messungen als auch auf Challenge-Tests.


Hepatitis „kommt fast nicht mehr vor“


Last, but not least zur kontagiösen Hepatitis: Diese Krankheit „kommt in Deutschland fast nicht mehr vor“. Wenn also in einem Fachbuch festgestellt wird, dass die kontagiöse Hepatitis fast nicht mehr auftritt – warum dann alle Hunde jährlich dagegen impfen? Seltenheit des Erregers und die lange Dauer des Immunschutzes nach einer guten Grundimmunisierung lassen das wahrlich nicht sinnvoll erscheinen.


„Non-core vaccinations“ – Impfungen, die nicht jeder braucht


Zu den non-core vaccinations zählt Schultz die Impfungen gegen die canine Parainfluenza („Zwingerhusten“), Leptospirose und Borreliose (und einige andere, die aber in Deutschland nicht üblich sind). Alle diese Infektionskrankheiten verlaufen im Normalfall minder schwer und/oder sind gut durch Antibiotika zu behandeln, und sie lassen sich durch hygienische Maßnahmen (Sauberkeit, Belüftung usw.) sowie Quarantäne eindämmen, bzw. durch  konsequenten Zeckenschutz verhüten.


Zwingerhusten ist, wie der Name verrät, eine Infektion, die in Zuchten oder Tierheimen grassieren kann. Verschiedene Erreger können diese Erkrankung der Atemwege („infektiöse Tracheobronchitis“) auslösen. Die in Deutschland üblichen Impfstoffe wirken gegen das canine Parainfluenza-Virus (CPIV).


Gesunde adulte Hunde in normaler Einzel- oder Kleingruppenhaltung brauchen diese Impfung im Allgemeinen nicht.


Die Leptospirose, die von verschiedenen Leptospiren-Typen hervorgerufen wird und auch den Menschen gefährden kann, ist in Deutschland nur noch sehr selten. Die verfügbaren Impfstoffe schützen nur gegen zwei der in der Natur vorkommenden Leptospiren-Arten. Der Schutz hält außerdem oft deutlich weniger als ein Jahr und verhindert nicht den Trägerstatus, dh geimpfte infizierte Tiere können Leptospiren im Urin ausscheiden und auf den Menschen übertragen, bei dem sie eine schwere Krankheit verursachen können. Das Zoonose-Risiko sollte aber nicht übertrieben werden. So schreiben Gaskell und Bennett: „Heutzutage sind ... Hunde ... eine relativ seltene Infektionsquelle für den Menschen“, am ehesten fange man sich den Erreger in rattenverseuchten Umgebungen ein. Schultz betrachtet die Leptospirose-Impfung noch aus anderen Gründen nicht als core vaccination: Die Wirksamkeit der Impfstoffe sei schlecht, ein hoher Prozentsatz der geimpften Hunde entwickle keine protektive Immunität oder sei nur kurze Zeit geschützt.


Außerdem könne die Impfung das Immunsystem des Hundes akut oder chronisch schädigen.


Borreliose – ein besonders umstrittener Impfstoff


Die Impfung gegen die Zecken-Borreliose (Lyme-Borreliose) ist eine der umstrittensten Impfungen überhaupt. Selbst in den Endemie-Gebieten tritt die Krankheit bei Hunden selten auf, und wenn, dann verläuft sie fast immer mild und kann gut mit Antibiotika behandelt werden. Gegen die Borreliose-Impfung spricht zudem, dass der Impfstoff nicht auf die hierzulande vorwiegend auftretenden Borrelien-Spezies abgestimmt ist: Die Vakzine hilft nur gegen Borrelia burgdorferi sensu stricto, doch diese kommt in Mitteleuropa zu maximal 25 Prozent vor. Wenn die Impfung also gegen die hierzulande vorherrschenden Borrelien versagt – wozu dann impfen? Es besteht zudem der Verdacht, dass die Impfung bei genetisch dafür anfälligen Tieren chronische Arthritis verursachen könnte.


Der erste (in den USA zugelassene und inzwischen wieder vom Markt genommene) Human-Impfstoff gegen Lyme-Borreliose hat jedenfalls bei Menschen diese gravierende Nebenwirkung hervorgerufen. Menschen sind für Borreliose viel empfänglicher als Hunde. Es erstaunt, dass es gelungen sein soll, für Hunde eine wirksame und unbedenkliche Borrelien-Vakzine zu entwickeln, nicht aber für uns Menschen, die wir ihn doch nötiger bräuchten. Liegt es vielleicht daran, dass die Zulassungsbestimmungen für Tierimpfstoffe nicht so streng sind wie die für Humanvakzine?


Was hinter den jährlichen Fünf- bis Siebenfach-Impfungen steckt


In Deutschland werden viele Hunde jährlich gegen fünf bis sieben verschiedene Erreger geimpft (in den USA gegen bis zu zehn). Wogegen alles geimpft wurde, wissen die Tierhalter oft gar nicht genau, es ist aber aus den Einträgen in den Impfpässen und den eingeklebten Impfstoff-Zettelchen mit Produktnamen und Chargennummer der (Kombi-) Vakzinen zu ersehen: SHPPi – das bedeutet Staupe+Hepatitis+Parvovirose+Parainfluenza, plus L (Leptospirose), plus T (Tollwut), dazu kommt immer häufiger auch der mit viel PR vermarktete Impfstoff gegen Borreliose.


Wenn man sich überlegt, dass Menschen in Abständen von Jahrzehnten nachgeimpft werden, und das auch meist nur dann, wenn ein reales Infektionsrisiko anzunehmen ist, kann man über die Jahres-Mehrfachimpfungen der Haustiere schon ins Grübeln kommen.


Sind Tierimpfstoffe so viel schlechter als Humanvakzinen, dass sie nur ein Jahr halten? Oder hat das andere Gründe?


Zulassung von Impfstoffen


Für die behördliche Zulassung von Tierimpfstoffen wird nicht der Nachweis der maximalen Schutzdauer verlangt (und auch nicht die experimentelle Ermittlung des optimalen Revakzinierungsintervalls). Vorgeschrieben ist nur der Nachweis der Wirksamkeit und Verträglichkeit der Vakzinen.


Anders verhält es sich bei Tollwut-Vakzinen für Hunde und Katzen: Hier fordert der Gesetzgeber, da es sich um eine gefährliche Zoonose handelt, den Nachweis einer längeren Schutzdauer.


Alle in Mitteleuropa zugelassenen Tollwut-Impfstoffe müssen einen belastbaren Schutz von drei Jahren aufweisen, so der Züricher Kleintiervirologe Professor Hans Lutz.


Die vom Gesetzgeber jährlich verlangte Tollwut-Impfung war der Taktgeber für die übrigen Impfungen, so dass sich die jährliche Kombi-Impfung mit bis zu sieben Vakzinen einbürgerte  – eine für alle Beteiligten lukrative Praxis.


Impfungen als Haupteinnahmequelle der Kleintierärzte


Tierärzte leben vom Impfen. Die durchschnittliche Kleintierpraxis erwirtschaftet 20 bis 40 Prozent ihrer Einnahmen aus Impfungen. Dabei verdient der Tierarzt nicht nur an der medizinischen Prozedur an sich, dh an der vorhergehenden Untersuchung des Impflings (falls sie denn stattfindet) und an der Injektion, sondern vor allem an den Impfstoffen selbst. Er besitzt nämlich, anders als die Humanärzte, das Dispensierrecht, dh er darf Arzneimittel – ähnlich wie ein Apotheker – einkaufen und auf eigene Rechnung an den Patientenbesitzer weiterverkaufen, und zwar mit Preisaufschlägen, die ihm gesetzlich vorgeschrieben sind.


Warum besteht dieses Impfschema fast ungebrochen weiter?


Kaum jemand hat ein Interesse daran, dass die herrschenden Impfpläne für Haustiere wissenschaftlich überprüft werden. Die praktischen Tierärzte, die zum guten Teil vom Impfen leben, werden auf einmal ganz kritisch, wenn jemand das herkömmliche Schema in Frage stellt: Ja, das müsse doch erst einmal richtig gründlich untersucht und bewiesen werden, usw. Die US-Studien zur Dauer des Immunschutzes nach den wichtigsten Impfungen reichen ihnen nicht. Dass die Hersteller für das meistens im Beipackzettel vorgeschriebene Ein-Jahres-Intervall nicht den Schimmer einer wissenschaftlichen Begründung mitliefern, hat sie aber bisher nicht gestört und stört sie auch heute nicht. – Von den Veterinärhochschulen ist die Revision des Impfschemas kaum zu erhoffen. Studien zur Dauer des Immunschutzes nach Impfung sind aufwendig und teuer, Mittel gibt es aber fast nur für „Nutztier“-Forschung. Von den Impfstoffherstellern sind Anstöße für ein neues Impfregime begreiflicherweise schon gar nicht zu erwarten.


„Ich will das Beste für mein Tier“


Viele Tierhalter glauben, dass sie ihrem Hund oder ihrer Katze etwas Gutes tun, wenn sie sie möglichst häufig gegen alles nur Erdenkliche impfen lassen. Das ist kein Wunder, denn in den einschlägigen Zeitschriften wird ihnen das auch immer wieder sehr warm ans Herz gelegt. Auch die Züchterverbände schreiben alle möglichen Impfungen vor. Und für Rassetierausstellungen werden Tollwutimpfungen gesetzlich verlangt. Tierhaltern wird auch selten der Gedanke nahegebracht, dass nicht unbedingt die Impfung, sondern vielmehr ein gesundes Immunsystem der wichtigste Schutz vor Infektionen ist.


Dass viele geimpfte Tiere an Infektionen erkranken, ist jedoch gerade den Züchtern wohlbekannt. Das größte Risiko für Infektionskrankheiten tragen (junge) Tiere, die schlecht ernährt und/oder abwehrgeschwächt sind. Und da helfen Impfungen herzlich wenig. Nicht umsonst heißt es, dass nur gesunde Tiere geimpft werden dürfen.


Stillschweigen über Impfschäden


Über mögliche adverse Reaktionen nach Impfungen oder Impfschäden werden Tierhalter nicht gerade aktiv informiert, weder vom Tierarzt noch von den Haustier-Gazetten. Hier  bestehen gewiss auch noch Defizite in der Forschung. Doch es gibt schon heute so viele Belege für Impfschäden an Haustieren, dass die vorsichtigere Handhabung von Vakzinen und wissenschaftlich sauber begründete Impfintervalle dringend geboten erscheinen.


Bei Hunden treten vor allem Überempfindlichkeitsreaktionen und Autoimmunerkrankungen durch Impfungen auf, bei Katzen stellt das Impfsarkom, ein bösartiger Tumor an der Impfstelle, die augenfälligste Schädigung dar. Auch Hunde können, wie eine Studie vom August 2003 zeigte, Impfsarkome entwickeln, doch dies geschieht viel seltener als bei Katzen. Adverse Reaktionen und Schäden sind bei beiden Spezies vielfältig. Dass es sie gibt, kann niemand ernsthaft bezweifeln. Für naturheilkundlich-homöopathisch arbeitende Tierärzte steht es außer Frage, dass viele ihrer Patienten, die zuvor vergebens schulmedizinisch behandelt wurden, an Impfschäden leiden. Sind die Patienten davon kuriert, treten die Erkrankungen nach erneuter Impfung wieder auf.


Wirklich alles Trittbrettfahrer?


Manchen Tierhaltern war das herrschende Impfschema schon immer suspekt, sie ließen ihre Katzen oder Hunde nur im Welpenalter impfen und höchstens die Tollwutimpfung auffrischen. Dass sich diese Tiere bester Gesundheit erfreuen, ist laut Veterinären nur ein Trittbrettfahrer-Phänomen – sie profitieren ja nur davon, dass die anderen Tiere jährlich geimpft werden, heißt es. Bei Untersuchungen an Tieren, die schon lange nicht mehr geimpft wurden, stellt sich aber oft heraus, dass sie gute protektive Titer haben. Also sind sie keineswegs Trittbrettfahrer. Auf dem Lande werden vor allem viele Katzen gar nicht geimpft. Die müssten eigentlich alle tot sein, glaubt man den impfwütigen Vertretern des Tierärztestandes.


Radikale Impfkritik


Impfkritiker sagen, dass die Infektionskrankheiten nicht durch Impfungen zurückgehen, sondern durch bessere Ernährung, Hygiene, gesündere Wohnverhältnisse und dergleichen. Auf der anderen Seite ist die Wildtollwut bei uns fast ausgerottet. Das wird den Köderimpfungen an Füchsen zugeschrieben, und es dürfte den fundamentalistischen Impfkritikern schwerfallen, dies zu widerlegen.


Gute Haltung ist wichtiger als Impfungen


Tierhalter sollten sich darüber im Klaren sein, dass nicht die Impfungen das A und O der Gesundheitsvorsorge sind, sondern vernünftige, liebevolle Haltung – und Verzicht auf Welpen vom Hundevermehrer. Schlecht gehaltene Tiere können trotz Impfung an Infektionen erkranken und als Virusträger andere Tiere anstecken, das kommt immer wieder vor. (Und es wird dann zu allem Übel auch noch als Argument benutzt, dass man halt häufiger impfen müsse.) Für zumindest eine Infektionskrankheit der Katze (die Calicivirus-Infektion) ist sogar nachgewiesen, dass ihre Häufigkeit seit Einführung einschlägiger Vakzinen gestiegen ist.


Keine solide wissenschaftliche Basis


Das wichtigste Argument gegen JÄHRLICHE Auffrischimpfungen aber ist: Ihre Notwendigkeit ist wissenschaftlich nicht fundiert, es gibt keine Studien, die beweisen, dass gegen virale Erreger dauernd nachgeimpft werden muss.


Die wichtigen Impfungen gegen Viren halten viel länger, als die Hersteller behaupten; wenn Lebendimpfstoffe verwendet werden (und das ist bei Parvo, Staupe, Hepatitis immer der Fall), besteht der Schutz wahrscheinlich lebenslang.


Und die Impfungen gegen bakterielle Erreger, die tatsächlich nur etwa ein Jahr halten, gelten den Experten, die sich eine pharma-unabhängige Meinung leisten, in vielen Fällen als überflüssig bis sogar schädlich


„Meine eigenen Haustiere werden als Welpen ein- oder zweimal geimpft und dann nie wieder, mit Ausnahme der Tollwut-Impfung, die alle drei Jahre gegeben wird, seit ein Drei-Jahres-Produkt erhältlich ist. Ich verfahre nach diesem Programm seit 1974, und es ist weder bei meinen Haustieren noch bei den Haustieren meiner Kinder und Enkel jemals eine Infektionskrankheit aufgetreten.“ (Professor Ron Schultz)

 

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